Was ist Osteopathie

Osteopathie sucht und behebt die Ursachen, welche Krankheiten auslösen, damit der Körper sich selbst heilen kann.

 

Damit der Körper gesund bleibt, müssen alle Strukturen des Körpers beweglich sein. Der Osteopath löst Bewegungseinschränkungen, sodass der Körper wieder ins Gleichgewicht kommen kann und gesund wird.

 

Dazu muss der Osteopath die gesamte Anatomie kennen.

Die Geschichte der Anatomie

Andrew Taylos Still gilt als Gründervater der Osteopathie. Als eine Epedemie einer viralen Meningitis ausbrach, durch die er selbst drei Kinder verlor, begann er, sich über die Tatsache Gedanken zu machen, dass manche Menschen erkrankten, andere jedoch nicht. Er gründete 1892 die erste Osteopatie Schule in Kirksville.

Die Osteopathische Behandlung

Die Grundsätze der Osteopathie basieren auf der Logik des angewandten Wissens in Anatomie, Physiologie und Pathologie.

 

Die Grundsätze der Osteopathie sind:

  1. Die Körperfunktionen als umfassendes Ganzes.
  2. Struktur und Funktion sind untrennbar miteinander verbunden.
  3. Der Körper verfügt über Selbstheilungsmechanismen.
  4. Eine Therapie die auf den Beziehungen der verschiedenen Strukturen im Körper basiert und diese berücksichtigt, fußt auf Kenntnis und Anwendung dieser 3 Grundsätze.

Daher betrachtet eine osteopathische Behandlung immer:

  • den gesamten Körper

und

  • sucht nach der Ursache

Ist die Ursache behoben lösen sich die Symptome von alleine.

 

Diese beiden Grundsätze führen häufig zur Wirbelsäule bzw. zum Zentralnervensystem.

Das Zentralnervensystem steuert alle Gewebe des Körpers an. Bewegungseinschränkungen, Läsionen oder Blockaden der Wirbelsäule beeinflussen alle aus diesem Bereich angesteuerten Strukturen (Organe, Gefäße, Faszien, Muskeln usw.)

 

Um die Homeostase im Körper wiederherzustellen bedient der Osteopath drei Behandlungssysteme:

 

  1. Parietal: Die Behandlung des Bewegungsapperates, der Facettgelenke der Wirbelsäule (das lösen der Läsionen)
  2. Visceral: Die Behandlung von Dysfunktionen der inneren Organe. Jedes Organ besitzt eine eigene Bewegung (Motilität), welche palpiert und bei Dysfunktion reguliert werden kann.
  3. Cranio - sacral: Die Behandlung von Nervensystem, Schädel, Wirbelsäule, Kreuzbein, Meningen und dem Liquor cerebrospinalis.

Diese drei Behandlungssysteme beeinflussen sich gegenseitig und sind daher alle bei jeder Behandlung zu berücksichtigen.

Wann ist eine Behandlung angeraten?

Wenn ihr Tier Probleme zeigt, wie zum Beispiel:

  • Schmerzen (Berührungs oder Bewegungsschmerz, Lahmheit, Probleme beim Aufnehmen der Hufe bzw. Pfoten, Aggressionen, Verhaltensstörungen ausgelöst durch Schmerzen z.B. bei dem Putzen oder Satteln, usw.)
  • Taktstörungen (Passverschiebung, ungleiche Schrittlänge, schleifen lassen der Beine usw.)
  • Rückenprobleme (nicht aufwölben, Rücken weg drücken oder aber eine ungewöhnlich starke Kyphose, nicht untertreten, Sattel oder Gurtzwang, wegrennen nach einem Sprung, Schiefhaltung von Schweif oder Kopf, usw.)
  • Probleme mit Stellung und Biegung (Steifheit und Widersetzlichkeit gegen Reiterhilfen, Galopp nur auf einer Hand, Verweigern des Angaloppierens, Umspringen, nicht an die Hand herantreten, sich fest machen, auf das Gebiss legen, usw.)
  • Probleme der inneren Organe können ebenfalls durch Blockaden hervorgerufen werden, so z.B. Fruchtbarkeitsprobleme, Koliken, Verdauungsbeschwerden, Atemwegsprobleme, Probleme der Leber, usw.

Wenn sie sich unsicher sind ob Ihr Tier eine Behandlung benötigt, können Sie unverbindlich zu einer Beratung anrufen.